Aktuell Biographie Bücher Bühne Pressespiegel Ralph Hammerthaler

 

Kurzer Roman
über ein Verbrechen

Alleinunterhalter

ein Gott eine Frau
ein Dollar

Der Sturz des
Friedrich Voss

Die Nacht des Brokers

Aber das ist ein anderes Kapitel

Moshammeroper

Die Bestmannoper

Schnappräuber

Hier ist nicht Amerika

Alles bestens

 

Aber das ist ein anderes Kapitel

"Wir Leser sind auf Augenhöhe mit den Protagonisten, schauen ihnen beim Nachdenken über Lebensziele und Ideale, Sorgen und Zweifel zu. Gekonnt verwebt Hammerthaler die verschiedenen Zeitebenen, geschickt wechselt er die Erzählperspektive. Er mag seine Figuren mit all ihren Fehlern und Schwächen. Den Ich-Erzähler Philipp etwa in seiner Naivität und Unbekümmertheit, die dazu führen, dass er sich, einmal von revolutionärer Euphorie ergriffen, in die abstruse Entführung des "Großkapitalisten" Herfurth hineinspintisiert. Und natürlich kolossal scheitert. Die Episode besitzt, wie der gesamte Roman, Witz und Drive - den Drive eines VW Käfers, der in seinen blau-weißen Farben "wie eine Niveadose" aussieht. Und sie offenbart gerade durch ihr Spiel mit Klischees - der "Ausbeuter" Herfurth raucht natürlich dicke Zigarren - einen ernsten Kern, der dem Roman seine historische Perspektive verleiht. Denn was den Entführungsplan so lächerlich macht, den Philipp gemeinsam mit dem Freak Pete ausheckt, ist, dass ihm ein Überbau fehlt, der die Handlung legitimieren würde. Dieser Überbau ist heute nicht mehr zu haben, im Gegensatz zu den sechziger und siebziger Jahren, deren Freiheitsdiskurse den unausgesprochenen Hintergrund für Tomás´ Kampf gegen das Somoza-Regime bilden."
Süddeutsche Zeitung

"Aber mit dem Thema Freiheit wird der Zynismus in Schach gehalten."
Rundfunk Berlin-Brandenburg